Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken ist der Weg, auf dem die Starken sich vervollkommnen.

Dr. Maria Montessori

Gesellschaftlich ist Heterogenität der Normalfall. Das war es schon immer und wird es auch immer bleiben.

Wie in den Regelschulen finden sich in unseren Klassen Schüler und Schülerinnen, die eine psychische Herausforderung oder eine andere Form der Behinderung mitbringen. Jesus Christus spricht im Evangelium nach Matthäus: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht." Maria Montessori war katholisch und sah darin die Chance, nicht das Problem unserer Gesellschaft.

Aktuell: Vorteile der Integration sind, dass Ausgrenzung und Herabwürdigung von Kindern mit Behinderungen vermieden werden. Integration gibt Kindern und Jugendlichen die Chance, frühzeitig gegenseitige Hilfsbereitschaft zu praktizieren sowie Verständnis und Respekt für die Andersartigkeit und Besonderheit behinderter Menschen zu entwickeln.

Auf den ersten Blick mag es unverständlich erscheinen, dass in der gleichen Gruppe auch hochbegabte Kinder zu finden sind. In der Praxis zeigt sich, dass die Möglichkeit, unabhängig vom Wissensstand der Mitschüler und mit eigenem Tempo in altersgemischten Klassen zu lernen, das Erfolgsgeheimnis darstellt. Für unsere Schüler und Schülerinnen ist das eine Selbstverständlichkeit. Dieser Punkt in unserem Konzept ermöglicht jedem Schüler, sein individuelles Lernniveau zu erreichen.

Für unsere hochbegabten Schüler bedeutet dies in der Konsequenz, dass sie herzlich willkommen sind. Ganz normal wie alle anderen Kinder können sie sowohl mit Gleichaltrigen lernen und interagieren, als auch darüber hinaus eigene Projekte erarbeiten, die ihren Anforderungen gerecht werden.

Es bleibt bei der Vermittlung unserer Pädagogik die Frage offen:

Was ist schwerer, einem dummen Esel das Lesen zu lernen oder einen faulen Albert Einstein zum Entwickeln der Relativitätstheorie zu zwingen?

Für unsere Arbeit ist die Antwort darauf egal. Wir Pädagogen können in der jahrgangsgemischten Lerngruppe mit angemessenen Impulsen auf die Heterogenität der Schüler reagieren. Somit lernt bei uns jeder Schüler, der die Motivation dazu mitbringt, das Lesen. Und wer sich in der Kosmischen Erziehung ausreichend mit den Energien, der Masse und der Lichtgeschwindigkeit beschäftigt, der wird nachvollziehen können, was ein Genie wie Albert Einstein geleistet haben muss.